Auf den Spuren der Reformation

Hannes schaut sich neugierig um. „Und, hast du ihn gesehen?“, fragt Paul aufgeregt und schiebt sich an das Geländer vor. Mit Adleraugen mustern sie das Turmzimmer, in dem Martin Luther vor 500 Jahren das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzt hat. Sie staunen über den massiven Schreibtisch, den grünen Kachelofen und das großer Luther-Portrait. „Der Legende nach soll Martin hier mit einem Tintenfass nach dem Teufel geworfen haben“, erklärt Frank Worlitzer. Der Museumspädagoge führte die Gruppe am Samstag durch die wechselhafte Geschichte der Wartburg.

Anlässlich des Jubiläums hatte die Ökumenische Kinderkirche den wichtigen Ort der Reformation besucht. 24 Kinder und neun Erwachsene nahmen an dem Ausflug teil. Nach der kurzweiligen Führung durch die Wartburg und einer kurzen Rallye konnten die Kinder im Gewölbekeller unter dem Palas ein mittelalterliches Spiel basteln. Am Fuße der Wartburg stärke sich die Gruppe anschließend im Sonnenschein, bevor sie dann am Nachmittag mit dem Zug zurück nach Herleshausen fuhr. Ob Hannes und Paul den Tintenfleck gesehen haben? Am besten überzeugt man sich selbst. Die Wartburg ist zu jeder Zeit einen Besuch wert!